Santōka und der Krieg – Die weißen Schachteln

Santōka lebte in einer Zeit des Krieges. Japan führte von 1937 bis 1945 Krieg in Asien, der Zweite Weltkrieg tobte in Europa. Er starb 1940, mitten in dieser Zeit der Gewalt. Doch in seinen Haiku findet sich kein Patriotismus, keine Kriegsbegeisterung. Nur stille Beobachtung – und Trauer.

Santōka und der Krieg – Die weißen Schachteln

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Kirschblüten und Kakis – Santōkas Jahreszeiten

Santōka war ein Erneuerer des Haiku, der sich bewusst von den klassischen Regeln abwandte. Kein festes 5-7-5-Silbenschema, oft kein Jahreszeitenwort (Kigo). Und doch: Die Jahreszeiten durchziehen sein Werk wie ein roter Faden. Kirschblüten im Frühling, Zikaden im Sommer, Kakis im Herbst, Schnee im Winter – er beobachtete den Kreislauf der Natur mit wachen Augen.

Kirschblüten und Kakis – Santōkas Jahreszeiten

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Hitori – Haiku der Einsamkeit

Kein Wort taucht in Santōkas Haiku häufiger auf als »hitori« – allein. Es ist nicht nur ein Zustand, es ist sein Lebensgefühl. Der wandernde Mönch, der niemanden hat, der nirgendwo hingehört, der durch Japan zieht wie ein Blatt im Wind.

Hitori – Haiku der Einsamkeit

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Issōan heute – Die letzte Hütte

Im Dezember 1939 kam Santōka nach Matsuyama, in die Präfektur Ehime auf der Insel Shikoku. Er war müde, krank, am Ende seiner Wanderungen. In einer kleinen Hütte am Hang eines Hügels verbrachte er seine letzten 300 Tage. Diese Hütte, das Issōan, steht noch heute.

Issōan heute – Santokas letzte Hütte

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